Already an old story, but I still like the memory. It was a six month tour!
All the texts were written and put online during our trip. I have put all the text blocks together as one.
Check for links to the corresponding photo album.

Der Start
13.8.2007
Vorbereitungen
Nun sind wir bereits seit knapp 3 Wochen unterwegs und haben unsere ersten Erlebnisse genossen. Die erste Hürde war geschafft, als all unser Gepäck eingecheckt war und wir sicher sein durften, dass auch Dominik mitfliegen darf. Am Vorabend war dies ja noch nicht so ganz sicher, konnte die LH keine Reservierung unter seinem Namen finden. Die nette Dame am Schalter musste kurz schmunzeln, als sie beim Einchecken feststellte, dass unsere 4 Gepäckstücke alle genau 23 kg, wie es die Freigewichtslimite vorsieht, wogen – dies war ganz schön harte Vorarbeit mit der Handwage, ufff... Da wir auf 3 verschiedenen Kontinenten mit entsprechend vielen Flügen, unseren verschiedenen Hobbies, wie Klettern, Biken, mal was Alpines und Campen fröhnen wollen und dies natürlich auch ganz schön ins Materia, bzw. ins Gewicht geht.  Aber wer sagt’s denn, wir haben es müde aber glücklich geschafft.
 


In SFO
In San Francisco angekommen, war der Plan, bei unseren Freunden Kevin und Robin das Auto auszuleihen, während sie in Salt Lake nach einem neuen Zuhause ausschau hielten. Leider war bei unserem Eintreffen kein Subaru auffindbar und ein kurzes Telefonat ergab, dass in Folge Verspätung sie das Auto auf den Flugplatz mitnahmen und für uns deponierten. Leider hat uns das entsprechende SMS nicht erreicht und so sassen wir nun bei Ihnen ohne car, mhhhh.  Anyway, wir genossen eine erholsame Nacht, bevor wir zu unseren nächsten Freunden, Brian und Li zügelten, wo wir während der ersten Tag, welche dem Autokauf galten, verwöhnt wurden. Die Autosuche war erfolgreich und so sind wir stolze Besitzer unseres ersten 4x4, ein Subaru Legancy 1990, mit temporärer Aircondition, Cruisecontrol, MP3 Eingang beim Radio und Übernachtungsmöglichkeit (Bärenflucht). Na ja ein paar Beulen hat das Prachtstück ja schon, aber  es wird ja wohl noch die Eine oder Andere dazu kommen.
Also, nun ist ja alles bereit zur Abreise.  Nach einem Lebewohl bei Kevin und Robin haben wir uns dann mit der hälfte ihrer Kletterbiblioteke aus dem Staub gemacht.

The Rockies
1.9.2007
Ghost River
In Canmore haben wir uns dann mit Informationen eingedeckt und sind dann auch gleich ins lokale Klettergebiet Cougar Canyon losmarschiert. Wirklich schön und gute Klettereinen. Ein guter Tipp eines „Locals“ hat uns dann in die Hütte des Canadian Alpine Club gebracht. Toller Ort, wo wir dann gleich den nächsten Regentag verbracht haben. Etwas Zeit zum Planen, Waschen und etwas in der Bibliothek Schmökern. Neues Ziel für die nächste Woche: Ghost River Das gebiet liegt nicht im Nationalpark und man kann da auch gut frei Kampieren. Also nochmals einkaufen für fünf Tage im Busch und dann los. Nach ca. einer halben Stunde auf guten Strassen geht es dann los mit den „Gravel Roads“. Alles noch ok bis dann das letzte Stück runter zum Fluss, nur gut, dass wir einen 4x4 haben. Über das hochkommen machen wir uns dann in ein paar Tagen wieder sorgen. Leider ist alles noch Nebelverhangen und es Regnet ab und zu noch. Aber schauen wir dann doch morgen. Ja und wie ist das nun mit den Bären? Da haben wir uns doch gerade noch mit Tigerbalsam eingerieben und lesen nun in der Broschüre zum Verhalten im Bärengebiet, dass man solches tunlichst unterlassen sollte. Was nun. Schlafen im Zelt scheint da also etwas gefährlich, könnte ein Bär einem ja als leckeres Dessert verwechseln. Also alles Gepäck ins Zelt und wir in den Wagen. Na, so richtig toll war die Nacht nun doch nicht und ein Bär hat sich auch nicht blicken lassen. Nächste Nacht also im Zelt! Heute werden wir aber mit einer tollen Landschaft entschädigt. Am Morgen alles noch voller Reif und wir sind wirklich die Einzigen weit und breit. Vor uns türmen sich die Felswände auf, Kletterpotential so weit das Auge reicht. Ghost River ist wirklich eine einmalige Gegend. Toller Kalkfelsen, hohe Wände und eine wilde Ambiente. Auch das Wetter meint es gut mit uns und so verbringen wir vier Tage mit Klettern und Wandern. Als Wanderung haben wir uns den 2440m hohen Black Rock Mountain ausgesucht. Das waren also gut 900m auf 5 km. Wie wir dann auf einer Infokarte gelesen haben, wurde dieser Berg in den 30iger Jahren als Feuerwachstation benutzt. Oben angekommen, sahen wir auch gleich warum. Etwas vor den Rocky Mountains gelegen, hat man eine enorme Rundumsicht. Das Wärterhäuschen steht noch, wenn auch leicht renovationsbedürftig. Man kann sich mit einem leichten Gruseln vorstellen wie der Feuerwächter da oben so richtige Gewitter überstanden haben muss. Sicher nichts für schwache Nerven.

On the road
20.8.2007
Grand Tetons
Als nächstes wollten wir dann unsere Schweizer Freunde Sabina und Barbara treffen, welche sich gerade auf einer drei Monatsreise durch die USA befanden. Also sind wir  auf  geradem Wege in die Grand Tetons gefahren. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass alle nahen Campingplätze im Nationalpark ausgebucht waren und wir unsere Freunde mit dem Handy nicht erreichen konnten. Am nächsten Tag sind wir dann in aller Frühe los, haben uns ein Zeltplatz ergattert und uns dann auf unsere erste Kletterei gestürzt: Guide Wall.
Ist dann ja auch alles gut gelaufen, schöne Kletterei und tolle Aussicht, nur hatten wir das letzte Boot über den See verpasst, na ja schöne (lange) Wanderung eben zurück.
Leider haben wir dann noch ein SMS empfangen, dass Sabine und Barbara schon weiter in die City of Rocks gefahren sind.
Na das war wohl nicht ganz optimal gelaufen, aber was soll’s, so ist Reisen eben...
 


Kanada
Also ging es nun weiter, Ziel die Kanadischen Rockies. Google hat uns dafür gerade mal 12h Fahrzeit versprochen. Na ja, es hat dann doch etwas länger gedauert und unsere Rücken haben sich nach der langen Fahrt nach Calgary wie nach einer langen Nacht auf der Parkbank angefühlt. Nach einer kleinen Einkaufstour im Monutain Equipment Coop in Calgary ( das Paradies für Outdoorsportler) sind wir dann gleich los Richtung Rockies. Und da dann die erste Beule: Beim Rückwärts aus dem Parkplatz fahren, hat uns dann ein ebenfalls rückwärts fahrender Kanadischer Riesentruck voll erwischt. Kurzes Aussteigen, der Kanadier hat sein Stossstange abgewischt und lakonisch gemeint: Just good that one has a bumper.... und hat sich dann wieder in sein Koloss verzogen. Tja, gute Sache so eine Stossstange, nur leider war seine ungefähr einen halben Meter höher als unsere. Pech also und weiter geht die Reise. Aufs Neue haben wir uns aber mit den Campingplätzen verschätzt. Da es Freitagabend ist, sind alle schönen Plätze schon besetzt und wir mussten nach längerem Suchen mit einem kleinen Platz zwischen Autobahn und Zementwerk vorlieb nehmen. Willkommen in der Kanadischen Wildnis....und das für 20$


Canmore
6.9.2007
Canmore
Am Samstag hat uns dann doch der Regen noch erwischt. Da es recht gegossen hat, haben wir uns auch schon Sorgen wegen der Überquerung des Flussbetts gemacht. Aber ohne Grund, alles noch schön trocken. Inzwischen hatten wir ja dann auch unseren ersten platten Pneu zu verzeichnen. Gut war das Reserve Rad unter Druck (hatte ich ja nicht wirklich kontrolliert), obschon es nur eines dieser dünnen temporären Ersatzräder ist. Mit etwas Zick-Zack-Fahren und eine Hand voll Dollar, sorry Glück, haben wir dann das Auto ohne Aufsetzer wieder auf bessere Strassen gebracht. Nach einem kurzen (und es waren wirklich nur 15 min.) Stop zur Pneureparatur haben wir uns dann auch einmal Calgary angeschaut. Na, die übliche Tour der Shoping Meile entlang. Ganz ok aber nicht wirklich eine gemütliche Stadt. Wir haben aber wohl die bunten Quartiere von Calgary nicht auf Anhieb getroffen und dann war ja auch noch ein langes Wochenende, Labor day. Zurück in den Bergen haben wir uns dann an einem netten See oberhalb von Canmore niedergelassen. Von da ging es dann flotte 1500 m auf den Sparrowhowk Mountain. Mit 600 Höhenmetern pro Stunde sind wir ganz flott unterwegs gewesen. Der Aufstieg war ja auch ziemlich direkt. Belohnt hat uns dann die Aussicht auf den Mount Assinibone und dergleichen. Allerdings sind wir immer noch nicht ganz sicher welcher es nun wirklich ist. Der Assinibone sollte ja wie das Matterhorn aussehen. Aber eben, auch das Matterhorn ist von hinten ja auch nicht gleich als solches zu erkennen. Es hätte uns schon noch gereizt auf den Assinibone hochzusteigen, allerdings ist das logistisch schon nicht so einfach. Mit dem Helikopter könnte man zu einer nahgelegenen Loge fliegen, was aber alles andere als günstig ist. Zu Fuss ist es dann schon eine ganz gehörige Wanderung, bedenkt man dass auch das Zelt mit sollte. Von der Lodge geht es dann auf die Biwakhütte und von da am anderen Tag auf den Berg und dann wieder alles retour. Also Anmarsch 2 Tage, auf Hütte 1 Tag, auf Berg 1 Tag, 2 Tage Abmarsch. Sechs Tage unterwegs und das möglichst mit gutem Wetter... Folge, wir gehen doch für etwas einfacheres.

Banff - Lake Louise - Jasper
15.9.2007
Erst ist aber noch Sportklettern um Banff angesagt. Bis anhin haben wir mit dem Wetter ja richtig Glück gehabt. Auf der Suche nach dem Black Feather Canyon hat uns der Mut schon beinahe verlassen, als wir endlich an einer soliden Felswand ankamen. Der lange Weg hat sich gelohnt. Super Klettern an steilem Kalkfelsen. Manchmal lohnt sich auch ein Besuch eines „local cracks“. Banff ist ja ganz schön, Szenerie, etc., aber in „the Main Street“ looks like the Zermatter Bahnhofstrasse... Weiter nördlich stoppen wir in Lake Louise, wo wir die 1700 m Steigung in Angriff nehmen um den 3. Höchsten Berg in den Southern Rockies zu besteigen, den Mt. Temple. Wegen den Bären darf nur in mind. 4er Gruppen gestartet werden. So pilgern wir am Morgen zum Trailstart, wo wir mit 2 Qubecien und einer Japanerin sympathisieren und uns zu einer „Sprintgruppe“ zusammenschliessen. Gut sind kurze Beine im steilen Gelände dann doch wieder von Vorteil ;-). Next station: Jasper, etwas familiärer als Banff, doch auch hier ist immer noch High Season. Ok, ausnahmsweise ein Bett mit Dusche, Wäschewaschen, Foodeinkauf, Thai Dinner und viel Internet und schnell wieder ab in den kanadischen Wald, away from the Touris. Klettern um Jasper ist ganz ok und die Local Kletter-Girls echt nett.

Columbia Icefields - Mt. Athabaska
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16.9.2007
Da das Weekendwetter ganz gut ausschaut, haben wir uns entschieden nach Columbia Ice Fields zurückzufahren und eine Eis/ Schneetour zu unternehmen. Anfang Woche hatte es noch geschneit und die Auskünfte bez. Gletscherzustand waren auch nicht gerade motivierend, blieben doch in den vergangenen Tage die einen im Neuschnee und die anderen in den Gletscherspalten hängen... Leider habe ich immer noch nicht den richtigen Trick rausgefunden, wie ich Dominik alleine aus den Spalten retten kann, so setzen wir weiterhin auf schlaue Risikominimierung oder einfach Glück ?. Doch siehe da, die Situation hat sich anscheinend entschärft und wir entscheiden uns am kommenden Morgen früh so zwischen 3 und 4h aufzubrechen um den Mt. Athabaska zu besteigen. Die definitive Routenwahl wird rollend erfolgen, je nach Verhältnisse vor Ort. Tja, was soll ich sagen, ich hätte wohl lieber mein Buch zu Ende gelesen, statt mir mit Einschlafversuchen die Zeit vertrieben. Kurz vor dem Aufstehen, hat’s mit dem Schlafen doch noch geklappt, sodass ein Verschlafen auch möglich wurde. Kleine Anfangsschwierigkeiten aber was soll’s, Verlaufen kann man sich vor Sonnenaufgang noch allemal. So haben wir beim Zustieg zum Gletscher auch gleich zwei andere Schweizer getroffen, welche sich unserer Suche angehängt haben. Dank dem Beistand einer Ortskundigen Seilschaft haben wir alle zusammen das Eis gefunden. Da die Verhältnisse am Silverhorn so phantastisch aussahen haben wir uns für diese (via)-Route entschieden, welche uns super Spass bereitet hat. Nach einem Rasseraufstieg haben dann auch gleich als erste den Gipfel erreicht. Da wir zeitlich so gut drin lagen, sind wir auch über den Gletscher wieder abgestiegen, Gott sei Dank, da der Abstieg via das AA Couloir, zwar Spalten- und Eisbrückenfrei, aber anscheinend, langwieriger, mühsamer und via Geröll ganz schön versch... sein soll. Der Nachmittag galt dann dem Nachschlaaaaafen. Das nächste Ziel hiess nun Golden, das Tor zu den Bugaboos, das heisst Granitnadeln vom feinsten in einer alpinen Umgebung. Aber oje, das Wetterglück, welches uns bis anhin +/- begleitete hat uns verlassen. Der Internet weatherforcast verspricht Wolken, Regen, Temperatursturz, etc., no way for the Bugs, but we will be back, YEAH! So nutzen wir den letzten sonnigen Tag um einen Tipp eines englischen Kletterers umzusetzen: Die Takakkaw Falls.

Takakkaw Falls
20.9.2007
Normalerweise würde man diese Route nicht auf die Tickliste nehmen, nur hat sie eben zwei spezielle Sachen, welche sie aussergewöhnlich macht: - man klettert wenige Meter neben dem zweithöchsten Wasserfall Kanadas - am Ende führt die Route durch einen 100m langen Tunnel zum Start des Wasserfalls Die Kletterei ist nicht besonders schwierig und wir kommen gut voran. Nicht ganz alles Top-Qualitätsgestein, aber gewisse Seillängen sind ganz gut. Die Aussicht ist natürlich toll und erstaunlicherweise wird man fast nicht nass, obwohl der Wind immer wieder die Gischt des Wasserfalls auf unsere Seite trägt. Bald sind wir dann schon beim Eingang der Höhle. Deponieren des Klettermaterials, Montage der Stirnlampe und schon wird man zum Höhlenforscher. Sicher nichts für Leute mit Platzangst und grossem Bauchumfang.... Also so 100m auf den Knien rutschen ist ja ganz schön spassig, aber ob ich dies nun den ganzen Tag machen möchte? Das Ende des Tunnels ist schnell erreicht und so stehen wir gerade oberhalb des Wasserfalls mit guter Sicht auf all die Touristen, welche das Wasserschauspiel von unten bestaunen. Nach einem Mittagssnack hoch oben, geht es zurück in den Untergrund. Problemloses Abseilen und schon bald sind wir wieder bei den Touristen auf der Aussichtsplattform... nur eben, wir sind ganz oben gewesen!

Revelstoke & Penticton
25.9.2007
Revelstoke Unser nächster Halt auf dem Weg nach Südcanada, der Ort, wo noch etwas Sonne und Wärme vorherscht. Endlich mal ein ruhier Campground idülisch am See gelegen. Unser erster Kinobesuch, YEAH, wurde ja auch mal Zeit. Tags darauf etwas Klettern am lokalen Crack, Sichern aus dem Auto möglich... Nichts spektakuläres aber Spass hat's gemacht. Penticton Steht für Sportklettern, Sonne, Wein und Klapperschlangen. Das Klettern in Skaha ist zwar nichts Neues für uns, aber da es ein riesiger Playground für Kletterer ist, findet man immer wieder etwas Interessantes. Gestern war dann auch gleich „The Swiss Day.“ Die einen trifft man unterwegs beim Routenwechsel, die anderen nachts, irgendwo auf einem Parking beim Wildcampen, Kilometer weit und breit nix anderes als Coyotes. Man sieht die Schweizer trifft man überall.

Vancouver
1.10.2007
It’s so nice to have friends! Martin, ein Kanadischer Kletterfreund Dominik’s aus dessen Studienzeit in Montréal, empfängt uns herzlichst mit seiner Familie in deren „Bijouhaus“ an der North Shore Vancouver’s. Wir werden verwöhnt nach Strich und Faden. Super liebe Leute, Hmmmm-Dinner und als Tüpfchen auf’s i, ein Sprudelbad mit Aussicht auf Mt. Baker. Leider werden wir diesen wohl nur aus der Weite bestaunen können, hat doch das typische Vancouver Herbstwetter, sprich Nieselregen, stürmischer Regen, einfach grau- feuch, Einzug gehalten. Gestern sind wir trotz allem nach Squamish, wo's eigentlich Granitklettern vom Feinsten gäbe, but... und Whistler gefahren. Unser Plan in Whistler war Downhillbikes zu mieten und uns im Downhillpark zu vergnügen. Well, damit es richtig Spass gemacht hätte und es auch das teure Geld wert gewesen wäre, hätte das Wetter weniger brrrr.. und feucht sein müssen. Wir zählen uns ja nicht zu den unerschrockenen Kanadian-Cracks, sondern zu den Versuchern, first time. Es ist einfach zu schade, würde doch diese Umgebung so viel in Sachen Klettern, Berge, Kayaking etc. bieten. Who knows, perhaps another time...

Everett
4.10.2007
Auf dem Weg nach Seattle besuchen wir unsere Freunde Robin and Kevin, welche bei unserer Ankunft in San Francisco sich auf Ihren Umzug nach Everett vorbereiteten. Aber auch hier „rainy days“. So lassen wir uns von Robin’s, the new five star cook, verwöhnen. Für den 2. Teil unserer Nordamerika Reise werden die Kanada Kletterführer in US Führer eingetauscht. Nach einigem Diskutieren sind wir für unsere Weiterreise mit der nötigen Kletter-Beta ausgerüstet. In Everett besuchen wir dann noch das Production Center der Boeing Flugzeuge. Die Fabrik beschäftigt 28 000 Leute und ist gleichzeitig das weltweit grösste Gebäude, echt eindrücklich. Man stelle sich vor, die Produktion des neuen Boeing Modelles, die 787, ist bis 2015 ausgebucht, nicht schlecht ehhhh?!

French Coulee
7.10.2007
Auf unserer Fahrt nach Süden checkten wir diverse Klettereien aus, welche jedoch leider dem Regen zum Opfer fielen.... Erste trockene Option, die Basalt Pfeiler des French Coulee. Irgendwo im „nowhere“, am Columbia River gelegen, türmen sich diese interessanten Pfeiler in die Höhe. Ok, nach einigen Tagen werden auch die imposantesten Pfeiler zur Routine, und wir machen uns auf den Weg nach Smith Rock.

Smith Rock
12.10.2007
Zwar ein „déjà-vu“ für Dominik, jedoch Neuland für Sabina. Smith, als Hotspot des US-Sportklettern’s, bietet eine enorme Vielzahl verschiedener Klettereien. Sei es nun Klettern an Rissen, Verschneidungen, Kaminen, Platten oder kleinen Nubeln, Smith has it all!! Schön ist es auch unsere neuen Schweizerfreunde, Michael und Linda aus dem Bündnerland wiederzusehen. Nachdem wir sie in Skaha in dunkler Nacht auf einem Parking in der Wildnis getroffen haben, kreuzen sich unsere Wege hier in den Staaten wieder. Die Bilanz nach einer Woche, super Klettern and great company, thanks you two, we really enjoyed your company! Langsam wird es auch hier in Smith regnerisch, well, let’s move on, Californien ruft. Noch ein letztes gemütliches Frühstück mit den Bündnern auf unserem sozusagen privaten Campground und weiter geht’s nach Süden.

Crater Lake
17.10.2007
„What you haven’t seen Crater Lake?? There are two most impressiv things in the States, the Grand Canyon and Crater Lake!“ Dies war die Aussage von Heidi, die Chefin des Aspen Inn, beim Einchecken. Na gut, das wir laut Wettervorhersage keine Eile haben nach Tahoe zu kommen, beschliessen wir am kommenden Morgen einen Abstecher nach Crater Lake zu machen. But..., what’s that? Beim ersten Blinzzeln am Morgen, sehen wir die Schneeflocken draussen tänzeln. Da wir jedoch nun einen 4x4 Subaru besitzen, schlendern wir die Passstrasse zum Crater Lake hinauf, wo wir zwar vor lauter Weiss keinen See erkennen können, aber ein Pick-Nick im Schnee macht allemal Spass. Dank einem Infofilm im Visitercenter konnten wir das ausserordentlich klare Wasser des Sees bewundern,mhhh... und erfuhren, dass dieser nach dem Absinken eines Vulkanes entstanden ist.

Lake Tahoe
20.10.2007
Lake Tahoe Nebst Ski-/Snowboardfahren, ist Lake Tahoe bekannt für „Crack climbing“. Nun ist es wieder Zeit die Friends and Nuts zu schärfen, bzw. and den Klettergurt zu hängen, Bohrhaken und Stände sind meist verpönt, clean climbing ist in. Lovers Leap, Sugarloaf and Phantom Spire sind die Cracks, welchen auf unserem Kletter-Menü stehen. Voller Genuss ziehen wir uns den Yosemite ähnlichen Granit (Sugarloaf) rein, it’s real fun. An Lovers Leap gibt’s ein paar längere Klassiker, nicht ganz so harte Kletterein, aber ganz hübsch und abwechslungsreich. Mit Mike finden wir einen neuen Freund in Tahoe, der uns die heissen Klettertips gibt, plus ein temporärer „place to stay“, thanks Mike, you are great! Die restliche Zeit campieren wir in der Nähe des Echopasses, wo die Nachttemperaturen ganz schön eisig werden. Nach einer guten Woche in der Tahoe Region brechen verabschieden wir uns vom Northamerican climbing und starten unseren Subaru Richtung San Francisco, wo Brian and Lei uns bereits erwarten.


Autoverkauf & weiter nach NZ
2.11.2007
Wie geht das nun wohl mit dem Autoverkauf? Welche Dokument braucht man dazu und muss man nun den Abgastest machen? Nach verschiedenen Meinungen wurden wir dann von einer netten Dame auf dem Verkehrsamt aufgeklärt und gleich mit den richtigen Formularen versorgt. Ist ja alles nicht so schwierig. Die Ausschreibung auf dem Internet hat einige Interessenten hervorgebracht und Sabina hat durch intensive Telefonarbeit alle auf ein Treffen bei der Metrostation eingeschworen. Und siehe da, gleich beim Ersten hat es geklappt. Nun haben wir also 520 $ plus Versicherung für die 2 ½ Monate für unseren 4x4 Subarukutsche bezahlt. Nicht schlecht, we did good ;-) Nun haben wir noch etwas Zeit mit unseren Freunden Bin und Lei. Leider findet dieses Jahr die grosse Halloween Parade in SF nicht statt, da es letztes Jahr zu einer Schiesserei mit mehreren Toten kam, too sad. Natürlich mussten wir dann alles abpacken und einmal mehr mit dem Gewicht spekulieren. Als letzte Feuerprobe erweisst sich dann das Taxi, welches uns zum Flughafen bringen sollte. Obwohl bereits morgends auf 2pm bestellt, wollte es einfach nicht auftauchen. Die Zentrale beteuerte ohne zu zögern, dass es absolut unterwegs sei... Sabina hat dann beherzt die Nachbarin angefragt, ob sie uns nicht mit ihrem grossen Van auf die Metrostation fahren könnte. Gut gibt es hilfsbereite Nachbarn! So sind wir dann doch rechtzeitig auf unseren 13 Stunden Flug gekommen.

New Zealand, Auckland
4.11.2007
Den Flug haben wir erstaunlich gut überlebt, einem modernen „In-Flight-Entertainment-System“ sei Dank. Den ersten Tag in Auckland haben wir dann mit Stadtbesichtigung und sonstigen kleineren Sachen, etwas ausgelaugt, über die Runde gebracht. Schliesslich hat uns der Schlaf dann am frühen Abend, trotz hoher Lärmbelastung im Hostel, übermannt. Ein Bett, und sei es noch so simpel, ist mit keinem Flugzeugsitz aufzuwiegen (ok, Businessclass wäre auch nicht allzu schlecht...). Heute Montag ist nun der Zusammenbau der Fahrräder und der Einkauf von Vorräten angesagt. Auch an Fahrradmaterial brauchen wir noch so das eine und andere, aber die Planung kommt voran. Wir haben schon ein paar Biker getroffen und einige gute Tipps für die Routenwahl bekommen. Nun muss nur noch das Wetter mitspielen.

The Philips Family
7.11.2007
Tja, der Start ist nicht ganz einfach. Lange ist es her, sprich 7 Jahre, als wir unsere Bikes schwer beladen um Island radelten. Radeln mit Gepäck ist so eine andere Geschichte... Beim Auf- und Absteigen fühle ich mich, wie dazumal in jungen Jahren, als ich mit dem Motorrad unterwegs war... Nebst dem, dass wir nach Aukland im Linksverkehr in die Stadt fahren mussten, hat es auch gleich noch wie aus Kübeln geregnet. Aber, wir haben’s unbeschadet geschafft und sind dann die ersten Kilometer per Bahn, raus aus der Stadt, Richtung Süden gefahren. Ab Pokehohe ging’s dann richtig los, YEAH ?! Als wir uns unserem Tagesziel langsam näherten, hat uns eine Mutter mit Ihrer Tochter am Strassenrand Zeichen zum Anhalten gegeben. „Do you want to stay at our place or at least have tea with us?“ Bei der Heimfahrt haben sie uns mit dem Auto überholt und Dank Regen, Gepäck und Steigungen, Mitleid empfunden. Was soll man dazu sagen? Erst etwas zögerlich, über die spontane Gastfreundschaft überrascht, haben wir das super nette Angebot mit Handkuss angenommen. So haben wir im fünfköpfigen Familienkreis den Abend mit heissem Tee, gutem Essen und viel Geplauder verbracht, bevor wir uns müde in den kuschlig warmen Schlafsack verkrochen.

Port Waikato
8.11.2007
Surfers Paradise, wer’s eher einfach und lokal mag, surft in Waikato, wer’s etwas „snobiger“ mag, stürzt sich im südlicher gelegenen Raglan in die Wellen. Wir haben beide Orte beradelt und die Strände, (leider) auch ohne Board, genossen. Bei den Nikee Caves gab’s Zwischenhalt. Eine der wenigen Grotten Nord NZ, welche nicht für den breiten Tourismus ausgebaute wurde. Domi und ich erhalten eine Privatführung durch die 1.5 km lange Grotte. Glühwürmer „ en masse“ beleuchten die Grotte wie die Sterne das Himmelszelt. Das Watten durch das kühle Wasser hat sich gelohnt, obwohl ich noch lange warten musste bis auch die letzte Zehe wieder mollig warm wurde.

Raglan, New Plymouth & Wellington
15.11.2007
On the way south, sind wir dann auch in Raglan vorbeigekommen, wo wir uns für’s Weekend in einem heimeligen Backpackers niedergelassen haben und das Leben im gemütlichen Surfers Paradies genossen haben. Das sonnige Wetter ist uns noch immer treu, uns so setzen wir unsere Reise fort Richtung New Plymouth. Well, nebst Meer gibt’s hier tausende von grünen Hügeln, geschmückt mit Schafen, Schafen, Schafen und einigen Kühen, „welcome in farmer’s country!“ „Do you have some apples to sell?“ Nachdem unsere Früchte und Gemüse aufgebraucht war und wir keine Möglichkeit hatten unseren Vorrat aufzupepen, habe ich spontan eine Bauersfrau angefragt. Das Resultat: Eine Tasche voll Gemüse und Früchte, plus eine weitere Einladung zum Uebernachten in einem Ferienhaus direkt am Strand, was wünscht man sich mehr, life is good ? Angekommen in New Plymouth, wo wir die letzten Kilometer auf der Hauptstrasse radelten, begleitet von rasenden LKWs, entschlossen wir uns die restliche Strecke bis Wellington, welche wir auch auf dem Highway zu fahren hätten, im Bus zurückzulegen. Man gönnt sich ja sonst nix. Angekommen in Wellington, bleiben uns ein paar Stunden, welche wir mit etwas sightseeing verbringen, bevor wir die Fähre nach Picton, South Island, besteigen. Die Ueberfahrt, vorbei an den Sounds während des Sonnenuntergangs, ist wunderschön. Unsere Vorfreude auf die Südinsel wächst von Minute zu Minute.


Piction & Queen Charlotte Track
17.11.2007
NZ South Island, Insel der unbegrenzten Outdoormöglichkeiten. Ob du nun Kajaken, Raften, Klettern, Jetboatfahren, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Moutainbiken oder einfach Fischen willst, die Südinsel bietet alles. So wechselt auch das typische Publikum auf jung und wild... . Ok, das Mittelalter ist auch vertreten, einfach etwas dünner gesät. In Picton entschliessen wir uns den Queen Charlotte Track, welcher sich während über 70 km durch die Malborough Sounds schlängelt, zu biken, Single Tracks vom Feinsten. Das Gepäck lassen wir vom Wassertaxi zum Campground führen, sodass wir wieder einmal lightweight, wie in den „good old times,“ in den Schweizer Bergen, biken konnten. Welch ein Genuss! Da die meisten Touris den Track wandern, rollen wir morgens das Feld von hinten auf, wir haben ja keine Eile, 2 Räder sind schneller als 2 Beine. So gibt’s immer wieder ein heiteres Hallo mit den Hikern, welche wir an den Vorabenden trafen.

Havelock & Nelson
23.11.2007
Eigentlich war der Plan, in den etwas remoteren Sounds für einige Tage zu kajaken. Leider musste uns der Vermieter enttäuschen, indem er uns mitteilte, dass zwar weniger Tourismus, jedoch umso mehr Industrie in dieser Gegend angesiedelt ist und wir folglich vom Kajaken enttäuscht werden dürften. Na ja, es ist nicht aller Tage Abend und wir werden sicherlich noch weitere Chancen für einen naturnahen Trip auf dem Wasser antreffen. Also, back on the bike und weiterstrampeln nach Nelson, eine der wenigen Städte der Südinsel. Hier entschliessen wir uns kurzerhand ein Auto zu mieten und für’s Weekend zu klettern, YEAH! Das Ziel heisst Paynes Ford, eines der grösseren Kalkkletter-gebiete Neuseelands. Im Climbers Campground „Handog Camp“ finden wir die nötigen Infos und ein echt gemütlicher Spot „to hang out“. Für 2 Tage werden mal nicht die Bein, sondern die Bi-, Tri- und sowieso Zeps aktiviert. Well, it was real fun!


The West Coast (South Island)
4.12.2007
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The West Coast
Um dem Stadt- und Agloverkehr zu entkommen, haben wir uns den Bus nach Punakaiki geleistet, wo uns die Pancake Rocks interessierten. Tja, was soll man sagen; speziell – ja, wirklich besonders – na ja. Anyway, hier war unser Start zur gerühmten, für Regen und Sturm berüchtigte, Southern Island West Coast. Die Bikefahrt ist wirklich scenic und die Guidebooks haben nicht zu viel versprochen. Streicht man die mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei rasenden Reisebusse und Lastwagen, Top three on the list ?. Zum Dessert gab’s romantisches Uebernachten am Meeresstrand von Runanga. Tags darauf ging’s mit Gegenwind tapfer weiter. Bis anhin sind die Radler, welche wir angetroffen haben jeweils vom Süden gekommen, good fort them. Fakts ist, scheint die Sonne, bläst der Wind aus dem Süden. Ok, wir wollen uns nicht beschweren, da es erstens regnen könnte und zweitens der Wind stärker blasen könnte. Vorbei an Greymouth, wo’s wieder mal frisches Gemüse und Obst gab, etc..., weiter Richtung Süden. Langsam aber sicher werden die Sandflies unsere ständigen Begleiter, was nicht Freunde heissen soll!! Aber, geteiltes Leid, halbes Leid, so jeder hat sein Kreuz mit den Kratzwunden. Die Einheimischen beteuern zwar, dass man sich daran gewöhnt, aber na ja, man soll die Hoffnung nie aufgeben. Abends, wenn man ins Zelt kriecht, hat man das Gefühl, dass es regnet. Aber nix dergleichen, das sind ja die Sandfliegen, welche sich auf dem Aussenzelt, und manchmal auch ein paar im Innenzelt, vergnügen. Trotz allem lassen wir und nicht (noch ?) klein(er) kriegen und wagen uns an den wunderschönen Lakes Ianthe, Mapourika und Parinka zu zelten. Dank unserem MacBook, gibt’s auch mal Kinoromantik im Zelt. Zwar fehlen die Pop Corns, doch Schleckstängel tun’s auch in der Not, eh, Natur.

Wanaka_Queenstown
20.12.2007
Wanaka Wir hatten Wanaka als unsere temporäre Basis zum Klettern und falls das Wetter stimmt, einen alpinen Gipfel zu erklimmen, bestimmt. Unser Ziel ist Mt. Aspirigni, doch um es gleich vorweg zu nehmen, das benötigte 3tägige Wetterfenster blieb uns verwehrt. So vertreiben wir uns die Zeit mit Klettern am witzigen Schischt Rock und machen einen Ausflug nach dem berühmt berüchtigten Queenstown. Queenstwon steht für alles was cool and fun ist und das Adrenalin jauchzen lässt. Wir entschliessen und kurzfristig in die Remarkables zu fahren und das Single Cone zu besteigen. So war der Transport von Steigeisen und Eispickel nicht nur für die Possums, sorry Katz. Die abendliche Fahrt zur Station, wo wir am kommenden Morgen losgehen ist begleitet von einem atemberaubenden Sonnenuntergang, natürlich war die Kamera kurzerhand nicht auffindbar..., und vom tiefen Seufzen unseres Mini Rentals. Die Fahrt hoch auf der knapp 14 km steile Kiesstrasse war für sich selbst ein Abendteuer, schafft’s die Karre oder nicht, Yes, it made it! Der Aufstieg machte Spass und die Mühe der Auffahrt war es wert. Wie gesagt, blieb das Wetter grosso modo instabil und so entschieden wir uns die Alpinausrüstung zurück in die CH zu senden, Gewichtabbau, was des Bikers Muskeln freut.

Te Anau_Going South
22.12.2007
Te Anau Time for kajaking. Die meisten Touristen gehen per geführte Tour in den Milford- oder Doubtful Sound. Dominik und ich würden eigentlich lieber auf eigene Faust lospaddeln und so wird uns vom Kajakverleih ein Zweierkajak zur Erkundung des South Sounds am Lake Te Anau zur Verfügung gestellt. Geplant waren 3 Tage, but..., mein Tennisarm wollte es anders und so sind wir etwas früher müde und aber zufrieden zurückgekehrt. Die Eindrücke der Natur waren, dank rasch wechselndem Wetter, bzw. spontanen Fronten noch imposanter als sonst und selbst der immer wiederkehrende Regen vermochte den Spass an der Sache nicht zu trüben. South Scenic Route Von Te Anau geht’s dann auf der South Scenic Route über knapp 190 km an die Südküste nach Invercargill. Entlang schönster Natur, Wiesen, Berge, Schafe, etc. und geringem Verkehr bringt uns die Route in 2 Tagen zurück an’s Meer. Dominik besorgt uns noch den nötigen Brennstoff, damit’s auch was Warmes zum Abendessen und vor allem Kaffe zum Frühstück gibt. Wie ich da alleine so für mich hin radle, hupt ein Jeepfahrer beim Ueberholen und stoppt am Strassenrand. Fenster runter und dann die Frage, „ist das dein Badetuch?“ „No, no, meines ist blau.“ Natürlich kommt dann auch die Frage auf, woher ich komme, wohin ich gehe, bla, bla, bla..., folgt bereits die Einladung zum Abendessen und Uebernachtung auf des Fahrer’s Schafsfarm, welche etwa 50 km weiter südlich liegt. Well, yes, would love it, aber da ist auch noch ein Ehemann, welcher in Kürze folgen sollte. No problem, wir sind beide herzlichst eingeladen, die Nacht auf Syd’s Farm zu verbringen. So geniessen wir den Abend, nach einem harten Radlertag mit Gegenwind vom Feinsten, auf der Farm, wo wir dann nach dem Essen auch noch eine kurze Besichtigungsfahrt erhalten, Thanks Syd, it was great! Von Invercargill selbst sehen wir nicht allzu viel, da wir nach 125 km Strampeln nur noch eines im Kopf haben, ESSEN und BEINE HOCH LAGERN, ufff.

Otago and back to Auckland
24.12.2007
Otago Peninsula Da langsam die Zeit in NZ langsam aber sicher abläuft, entschliessen wir uns den Bus nach Dunedin zu nehmen, wo wir dann auf die Peninsula rausradeln. Dort hoffen wir Albatrose zu sehen, was uns bis anhin verwehrt blieb... and we got lucky, YEAH, unsere ersten Albatrose live! Auf dem Campground treffen wir noch ein anderes Bikerpaar, welches, wie soll es auch anders sein, auch aus der Schweiz kommt. Edith und Hans sind, bevor sie nach NZ kamen, bereits in Asien gestrampelt und hatten so die eine oder andere „Asien Bike Story“ zu erzählen. Back to Auckland Nun heisst es going back to Auckland. Zuerst per Bus von Dunedin nach Christchurch. Hier in Christchurch verbringen wir die Vorweihnachtstage, den 23. Und 24. Dezember mit Sightseeing, Bike und Campingausrüstung putzen, verpacken, etc.. Auch treffen wir Hans und Edith, welche ebenfalls nordwärts steuern, zum gemütlichen Indian-Dinner. Am 24. Fliegen wir dann weiter nach Auckland, wo wir den Weihnachtsabend in Shorts und T-Shirt verbringen. Ich muss sagen, echte Weihnachtsgefühle sind nicht wirklich aufgekommen, Weihnachten im Sommer. hmmmm..., da fehlt was. Am Weihnachtstag sind wir dann mit unseren gut 120 Kilos auch den Flugplatz rausgefahren, wo wir ein Mal mehr mit etwas Glück das Fluggepäcklimit geschafft haben, ufff... !

Sydney
31.12.2007
Sydney Eine Weltstadt mit viel Lebensqualität, wunderschönen Parkanlagen, Häfen und lots to see and experience. Wir haben kurzerhand unsere Bikes wieder ausgepackt und erkunden die Stadt aus dem Fahrradsattel. Die verschieden Harbours, Parks, natürlich das Operahouse, das Artmuseum, Chinatown mit all den leckeren Restaurants, etc... Am 27. Dez. ist es dann soweit, wir können unser neues Heim, the Wicked Camper, abholen. Ein farbiger kleiner Campingbus, ausgestattet mit Schlafgelegenheit, Gaskochern, Sonnendach und ja, einer überlebenswichtigen KLIMAANLAGE. Alles simpel, but it’s just all we need. Unser erster Trip führt uns zu Freunden auf eine Farm im Nordwesten Sydneys. Dort werden wir von Geof und Greg in das Farmerleben Australiens eingeführt. Auch bekommen wir unsere ersten Lektionen bezüglich Schlangen, Spinnen, etc. Nun heisst es wieder AUGEN AUF, die giftigen Klein- und Grosstiere lauern überall. Statt bergwärts schweifen nun unsere aufmerksamen Blicke bodenwärts und statt Flip-Flops ist nun wieder robustes Schuhwerk angesagt, wenn wir so durch die Natur schlendern. Es soll ja alles nur eine Frage der Zeit sein, bis man sich an den Gedanken von Schlagen, Spinnen und Scorpions gewöhnt. Hoffen wir, dass sich die Angewöhnungsphase nur kurz hinzieht... What else, JA, wir sahen unsere ersten Kangaroos in der Wildnis. Very special, den grossen Hoppers nachzuschauen. Tja, wollen wir guter Hoffnung sein, dass wir keine abends auf der Strasse treffen, Roadkill steht anscheinend auf der Tagesordnung und unser Bus ist nicht mit dem üblichen Kühlergrill ausgestattet. Wir entschliessen uns für Silvester nach Sydney zurück zu düsen, wo wir das New Year’s Eve Feuerwerk erleben wollen. Noch ein, zwei Tage im Busch und am Strand, bevor wir uns zurück in Sydney finden. Also ich muss sagen, das Midnight firework war es wirklich wert nochmals zurück zu kommen. Die ganze Stadt steht in „Flammen“, einfach einmalig, Lichter wohin das Auge reicht, FANTASTIC!

Blue Mountains
5.1.2008
Eigentlich haben wir uns die Blue Mountains etwas abgelegener vorgestellt, wer weiss woher wir diese Idee haben, but, da sind mitten drin ein paar sympathische kleine Towns, wo man die Zeit vor und nach dem Klettern gemütlich verbringen kann. Und der Felsen, SUPER, Sandstein, wie man ihn am liebsten Zuhause im Vorgarten wünscht. Hier treffen wir auch zum ersten Mal auf die "Carrots", dh, der Bolt ist bereits vorhanden, doch selbst muss man noch den Hänger liefern. Tja, die Sache ist etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem, beim Ausräumen einer Route, „uppsss, muss nochmals rauf, hab den Hänger vergessen mitzunehmen.“ Etwas Uebung macht’s mit der Zeit einfacher, man ist ja lernfähig. Aber wie gesagt, das Klettern macht unheimlich Spass. Auch hier wird es während des Tagesverlaufes very, very hot, so ist Nachmittags-Klettern im Schatten angesagt. Das Angenehme sind die Nächte, wo sich die Luft doch noch abzukühlen vermag, Glück gehabt ;-). So geniessen wir während einer Woche das relaxte Sportkletterleben und machen nette Bekanntschaften mit anderen Kletterer „from around the world“ – schliesslich ist das Sozialleben ja auch ein inspirierender Teil des Reisens und zum Plaudern gibt’s immer was, eeihhh...

Driving South
12.1.2008
Die kommende Woche steht im Zeichen der Entspannung unserer lädierten Arme. Wieder einmal machen sich die Tennisarme, bzw. Golfarme, etc. bemerkbar. Tja, auch unsereins ist nicht mehr zwanzig. Auf dem Menu stehen Sightseeing, Beaching, Lesen im Strassenkaffee, Shopping, la, la, la,... etc. Wir packen unseren kleinen Camper und fahren Richtung Südost, das heisst an die Ostküste unterhalb Sydneys. Hier trifft man auf die weissesten Sandstrände, wie man uns voller Stolz belehrt. Auch schmücken gemütliche Fischerdörfchen und belebte Surferstrände von North South Wales unseren Weg. Verlässt man die Küste und fährt etwas landeinwärts, wird es wieder hügelig, waldig oder einfach grün. Hin und wieder erinnert die Umgebung an den Jura, nur sind die Bäume etwas „exotischer.“ Nach 3 Tagen hinter/ neben dem Steuer jucken die „Fudibacken“ immer stärker und die Lust auf Bewegung ist nicht mehr von der Hand zu weissen. Und jetzt?? Ok, Kangaroo Fotosafari ist angesagt. Während unserem mehrstündigen Walk in der Nähe des Pebby Beach laufen uns einige Exemplare vor die Linse. Des Weiteren wandern wir die kommenden Tage noch auf Mt. Dromedary und Mt. Imley. Ok, die zu besteigende Höhe hält sich in Grenzen, dafür ist körperliche Betätigung im Rainforest doch auch ganz schön schweisstreibend – und das mitten im Januar?!


The last week
17.1.2008
Die letzte Woche im Büsli ist angebrochen, es wird Zeit wieder nordwärts zu tuckern, damit wir doch noch etwas Zeit für Felsberührungen übrig haben. Zurück von Mt. Imley starten wir unser kleines Vehikel und steuern wieder Richtung Blue Mountains. Wie schon im Radio angekündigt hat uns nun die Kaltfront mit Blitz und Donner erreicht und so bleibt uns nichts anderes übrig als auf trockene Tage zu hoffen, cross fingers... Beim Uebernachten im Kangaroo Valley fühlen wir uns eher wie im Wombat Valley. Als das Tageslicht der Nacht Platz macht, strömen diese schon fast in Scharen aus den Büschen und grasen friedlich auf der Wiese. Als unser Camper in der Nacht rüttelte, no worry, es ist kein Erdbeben, nur Wombats, welche sich unter dem Wagen mit Rückenkratzen vergnügen, hmmmm?!

Blue Mountains zum Zweiten
18.1.2008
Gut ist Dominik als gebürtiger Zuger das Fahren im stockdichten Nebel gewohnt, no way, andernfalls wären wir sicher nicht in Katoomba eingetroffen. Am Morgen scheint die Sonne in Strömen und so sitzen wir im Internetcafé und geniessen unseren Capuccino – es wird wohl heute nicht der letzte sein . Die kommenden 2 Tage sind dem Lesen, Kaffe trinken, Kino, etc. gewidmet, bevor Sonntag morgen, wär hätte das gedacht, ... die Sonne scheint, YEAH! Hop, hop, raus aus den Schlafsäcken und schnell an eine der rasch getrockneten Kletterwände, bevor der altbekannte Regen zurück ist. Und effektiv, einige Klettereien am Bardens Lookout sind trocken und so geniessen wir einen tollen Tag back on sandstone. Am abend ist es dann wieder soweit, die Wolken sind zurück und der Regen lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Montag, another rainy day. Nun die Entscheidung, sollen wir zurück nach Sydney und was in der Stadt unternehmen, oder ausharren mit der Hoffnung auf den letzten Klettertag?? Wir geben dem Klettern nochmals eine Chance und siehe da, Dienstag Morgen, the sun is shinning, we got lucky. Ein letzter Tag mit Klettern in den Blue Mountains, wieder super Felsen am Porters Pass, das Warten hat sich gelohnt!

Back in Sydney
22.1.2008
Unsere letzten Tage vor der Heimreise verbringen wir bei unseren Freunden Karen, Greg and Harrison in Sydney. In der Zwischenzeit haben wir unser temporäres „Dihei“, das Büsli, retourniert und geniessen das Schlafen auf echten Matratzen, what a feeling. Wir entschliessen uns das Sydney Aquarium zu besuchen, welches wirklich einmalig ist. Einige der Becken mit riesigen Haien und Rocheln, etc. sind so ausgelegt, dass man die Unterwasserwelt direkt über oder unter einem bestaunen, ja fast fühlen kann, ein echtes Erlebnis. Am Abend gibt’s zum letzten Mal Thai Food in Australien, Yammi. Wir werden all die feinen und sympathischen Asianrestaurants, just around the corner, vermissen. Donnerstag, our last day, Packen, Feierabendklettern mit Greg in Sydney (mal schauen, ob wir einen neuen Kletterer kreiert haben...) und ja, Ueberraschungsdinner, Raclette à la Sydney, zwar ohne Racletteofen, aber heiss wird der Käse anyway. Freitag; Reisetag. Früh morgens setzen uns unsere Freunde am Flughafen Sydney ab und ein Mal mehr heisst es, fight the overweight. YEAH, wir haben’s geschafft! Ausnahmsweise können wir ohne die schweren Bergschuhe an den Füssen fliegen, haben wir uns zum Abschluss doch noch von dem einen oder anderen ausgetragenen Kleidungsstück getrennt und folglich das Fluggepäck abgespeckt. Unsere Flugstrecke: Sydney-Auckland-Los Angeles-Frankfurt-Baar, Transitzeit door-door: 45h (ohne Schlaf). Ich denke, es handelt sich hier um ein EINmaliges Erlebnis.

Back home and thanks to you
26.1.2008
Well, müde aber glücklich und voll von Erlebnissen und Eindrücken sind wir am Samstagabend im Zugerland eingetroffen. Die Zeit ist in Windeseile vorbeigezogen und wer hätte gedacht, dass ein halbes Jahr so rasch vorüber geht. Ok, Ferien geniessen und Reisen könnte man fast ewigs..., aber wir sind auch happy to be back und die angenehmen Dinge eines Dihei, Freunde oder einfach der Schweiz zu geniessen. Zwischendurch ist es auch mal schön eine einfachere Alltagslogistik zu haben und nicht jeden Tag von Grund auf neu planen zu müssen. Sicherlich hätte man es auch einfacher, bzw. entspannender haben können, sind wir doch auf unserer Reise nicht immer nur den einfachsten Weg gegangen, geradelt, gefahren, etc. But for sure, wird das Reisefieber auch wieder erwachen (vielleicht etwas früher, perhaps etwas später...). Doch frisch gestärkt von den Impulsen des Unterwegsseins sind wir nun auch wieder bereit in den Alltag und die Arbeitswelt unterzutauchen, kann doch auch dieser Teil des Lebens faszinierend sein. Mal schauen, was die Zukunft bringt. Dominik und ich möchten sich für all die positiven Feedbacks zu unserer Page bedanken. Ok, sicherlich war sie nicht perfekt, sondern spontan improvisiert, aber anscheinend haben sich doch einige darüber gefreut, THANKS!!